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05.07.2021, 00:52 Uhr
Amtsantritt: Ein mit Terminen prall gefüllter erster Arbeitstag des neuen Bürgermeisters Erik Kadesch
Teamgeist für ein starkes Mörlenbach
 Teamgeist für ein starkes Mörlenbach
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Eine Erinnerung an seinen Vater ist die alte Aktentasche. „Mein Markenzeichen“, verrät der neue Rathauschef Erik Kadesch an seinem ersten Arbeitstag. Bild: Marco Schilling
 

Mörlenbach. Mit 61,33 Prozent der Stimmen wählten die Mörlenbacher im März den 55-jährigen Erik Kadesch aus Oberzent zu ihrem Bürgermeister. Im Wahlkampf war er angetreten mit dem Versprechen, Mörlenbach zu einer Wohlfühlgemeinde zu machen. Dazu hat er jetzt die Chance. An seinem ersten Arbeitstag – prall gefüllt mit Terminen – nahm er sich gestern Zeit für ein Gespräch über anstehende Aufgaben und ausgefallene Flitterwochen.

Sie haben am Freitag Ihre langjährige Lebensgefährtin Hortense geheiratet. Herzlichen Glückwunsch zunächst zur Hochzeit. Ihnen bleibt wohl keine Zeit für Flitterwochen?

Erik Kadesch: Danke! Und nein, die Flitterwochen müssen warten. Es war auch alles sehr kurzfristig. Wir wollten zwar schon lange aus verschiedenen Gründen gerne in Dänemark heiraten, haben aber erst am Donnerstag die Nachricht bekommen, dass es am Tag darauf möglich sein wird. Die Hochzeit im ältesten Standesamt Dänemarks in Ribe fand dann in sehr kleinem Rahmen nur zu zweit statt.

Das spricht für Ihre Spontanität. Der heutige Amtsantritt war dagegen von langer Hand geplant. Wie sieht Ihr erster Arbeitstag aus?

Kadesch: Der ist bereits voll verplant. Zunächst möchte ich die Mitarbeiter der Verwaltung bei einem Treffen im Bürgerhaus begrüßen. Mir ist es wichtig, zu vermitteln, dass der Bürgermeister nur mit einem engagierten Team, das hinter ihm steht, etwas bewirken kann. Die Mitarbeiterinnen in den Kindergärten werde ich in den kommenden Wochen vor Ort besuchen. Am Nachmittag werde ich mit allen Geschäftsbereichsleitern sprechen, um mir einen detaillierten Überblick zu verschaffen. Und dann werde ich einer Dame in Weiher zu ihrem 90. Geburtstag gratulieren.

Ein Zeichen Ihrer im Wahlkampf angekündigten Bürgernähe?

Kadesch: Als Zeichen von Bürgernähe, aber auch von Wertschätzung den Mörlenbachern gegenüber. Außerdem kann ich mir so ein Stimmungsbild davon machen, was die Bürger bewegt.

Sie haben die zurückliegenden Wochen bereits genutzt, um sich mit Ihrem Vorgänger Jens Helmstädter auszutauschen. Was möchten Sie von ihm übernehmen und was möchten Sie anders machen?

Kadesch: Wir haben uns über viele wichtige Themen austauschen können. Und ich bin dankbar, dass Jens Helmstädter mir angeboten hat, auch nach seinem Ausscheiden weiterhin für Fragen zur Verfügung zu stehen. Er hat mir die Botschaft mit auf den Weg gegeben, dass die Gemeinde Mörlenbach über hoch motivierte Mitarbeiter verfügt. Und auch ich bin der Meinung, dass wir nur gemeinsam stark sind. Das gilt ebenso für die Arbeit auf kommunalpolitischer Ebene. Ich habe schon jetzt einen guten Kontakt zu allen Fraktionen und pflege mit dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Gerhard Ohlig, einen regen Austausch. Mein großer Wunsch: Ich möchte, dass Mörlenbach ein gutes Team wird, das sich zusammensetzt aus den Mitarbeitern der Verwaltung, aus Mitgliedern der politischen Gremien und vor allem aus den Bürgern selbst.

Sie setzen auf Bürgerbeteiligung, besonders beim Projekt Ortskernsanierung. Wie kann die aussehen?

Kadesch: Indem wir die Bürger schon im Vorfeld einbeziehen. So sind alle Mörlenbacher am Samstag, den 10. Juli, auf den Rathausplatz eingeladen. Wir machen eine Stadtrallye zu verschiedenen Plätzen in der Kerngemeinde, um Möglichkeiten zur Entwicklung der Gemeinde zu finden.

Hintergrund ist die Aufnahme Mörlenbachs in das hessische Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ ...

Kadesch: ... und die Umgehungsstraße B 38a, die nach Fertigstellung einen Großteil des Verkehrs aus dem Innenort rausziehen wird. Die Kerngemeinde soll dann aber nicht aussterben, sondern wir wollen sie beleben. Dabei wollen wir auf die Wünsche der Bürger eingehen und möglichst viele Bedürfnisse einbeziehen. Mich interessiert die Sichtweise aller Bürger, auch der Senioren und der Jugendlichen. Deshalb möchten wir auch noch gar nicht so viel vorgeben, sondern Ideen sammeln. Die Umsetzung wird sich dann über mehrere Jahre ziehen.

Ihnen als langjährigem Polizeibeamten liegt besonders die Sicherheit am Herzen. Sie wollen sich um die Aufnahme Mörlenbachs in das Kompass-Programm des Hessischen Innenministeriums bemühen.

Kadesch: Das stimmt. Ziel des Programms ist es, die Sicherheitsarchitektur in den Kommunen individuell weiterzuentwickeln und passgenaue Lösungen für Probleme vor Ort zu entwickeln. Zunächst müssen wir aber eine Erhebung machen, wo die Menschen eventuell Angst empfinden, und sei es auch nur subjektiv, weil zum Beispiel die richtige Beleuchtung in dunklen Ecken fehlt. Am besten wäre es, ein Konzept zusammen mit den anderen Gemeinden im Weschnitztal zu entwickeln.

Haben Sie zu den Bürgermeistern in der Nachbarschaft schon Kontakt aufgenommen?

Kadesch: Ja, ich war bereits bei Milan Mapplassary, dem ebenfalls frischvereidigten Birkenauer Bürgermeister, zuhause. Und morgen treffe ich die Bürgermeister von Fürth und Rimbach. Ich war schon immer ein guter Netzwerker, das soll auch so bleiben. Ein Ideenaustausch hilft jedem weiter. Ich sehe in einem engen Kontakt zwischen den Bürgermeistern eine Chance, um die interkommunale Zusammenarbeit nach vorn zu bringen.

Von Iris Kleefoot
OZ vom 02.07.2021

 
aktualisiert von Bernhard Horstmann, 05.07.2021, 00:54 Uhr
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