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23.02.2021, 20:19 Uhr
Erik Kadesch setzt auf Dialog mit den Bürgern in Mörlenbach, Taktgeber, Vorreiter und Moderator
Bürgermeisterwahl: Erik Kadesch will aus Mörlenbach eine Wohlfühlgemeinde machen / „Ich setze auf offene Diskussionen“
 Taktgeber, Vorreiter und Moderator
MÖRLENBACH, 22.02.2021
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„Eine riesige Chance für Mörlenbach.“ Bürgermeisterkandidat Erik Kadesch spürt die Aufbruchstimmung in Mörlenbach durch den Bau der Ortsumgehung. Schon jetzt, lange vor der Fertigstellung, will er die Ortskernentwicklung in Angriff nehmen. Bild: Marco Schilling
 

Mörlenbach. Er will Mörlenbach zu einer Wohlfühlgemeinde machen, auf Schmusekurs ist Erik Kadesch deshalb aber nicht. Er ist einer, der anpackt, ein Macher, der seine Kraft und Leidenschaft zukünftig in den Dienst der Gemeinde Mörlenbach und ihrer Bürger stellen will. Als Kandidat für das Amt des Rathauschefs hat er seinen Wahlkampf unter das Motto „Zuhören, beurteilen, entscheiden“ gestellt. Damit signalisiert er Bürgernähe, Weitsicht und Durchsetzungskraft. Attribute, mit denen der Mann aus Oberzent die Weschnitztalgemeinde voranbringen will – als parteiunabhängiger Bürgermeister.

Zwar wird er sowohl von der CDU als auch von der SPD unterstützt. Die beiden Ortsverbände hatten sich bereits im Juli einstimmig für den 55-jährigen Kriminaloberrat aus Oberzent ausgesprochen. Allerdings sieht er sich in der Pflicht, im übergreifenden Dialog alle Parteien ins Boot zu holen.

Wir treffen Erik Kadesch an der Baustelle der Mörlenbacher Ortsumgehung B 38a. Die Bagger rollen, Schneeflocken fallen. „Hier spüre ich eine besondere Aufbruchstimmung, die ganz Mörlenbach verändern kann“, erklärt er. Er will die Zeit bis zur Fertigstellung der lang ersehnten Straße im Jahr 2027 nutzen, um schon jetzt eine zukunftsorientierte Ortskernentwicklung auf den Weg zu bringen. Kadesch: „Das ist eine riesige Chance für die Gemeinde.“

Lebendige Kerngemeinde

Rückbau der B 38, Fahrrad- und Fußgängerwege, verkehrsberuhigte Bereiche, Grünanlagen und Parkplätze vor den Geschäften sind für Kadesch die Stichworte, wenn es darum geht, einen Ort zu beleben, an dem „die Menschen wieder verweilen wollen“. Eine lebendige Kerngemeinde also, die mit ihren Pfunden wuchert – dem Rathausplatz, dem Bürgerhaus, den Draisinen und der Alla-Hopp-Anlage. Und diese Attraktivität soll nicht nur für die Mörlenbacher selbst gesteigert werden, sondern auch für Touristen. Um seine Ideen umzusetzen, will er kein fertiges Konzept präsentieren, sondern es zusammen mit den Bürgern entwickeln. „Ich will viel mehr Bürgerbeteiligung“, hat er sich selbst zum Ziel gesetzt. „Denn nur, wenn wir die Bürger in die Prozesse einbeziehen, entsteht Akzeptanz.“

Dialog und Bürgernähe

Als Bürgermeisters sieht er sich in der Rolle als Vorreiter und Taktgeber, aber auch als Moderator zwischen Parteien, Interessensvertretern und Vereinen. Das geht nicht ohne Kommunikation. Und darin liegt für ihn der Schlüssel zu einem gelingenden Miteinander. Die Chance auf Dialog und Bürgernähe ist es auch, die ihn reizt, Bürgermeister zu werden. Als Leiter der Regionalen Kriminalinspektion Darmstadt-Dieburg ist der Kontakt zu den Bürgern aktuell fast komplett verloren gegangen. „Kontakt und Nähe sind mir wichtig“, so der Familienvater.

Mit Mörlenbach verbindet den Oberzenter seine berufliche Vergangenheit, zunächst als Chef der Kriminalpolizei in Heppenheim, später als Leitung der gesamten Polizeidirektion. Eine gute Führungsposition, die er schon einmal aufgeben wollte. Denn für Kadesch ist es nicht der erste Anlauf, um Bürgermeister zu werden. Vor zwei Jahren kandidierte er in seiner Heimatstadt Oberzent, unterlag jedoch in der Stichwahl.

Warum jetzt also ausgerechnet Mörlenbach? Kadesch: „Mörlenbach ist meine Region. Die Gemeinde hat enorm viel Potenzial. Und hier könnte ich viel bewegen.“

Dass er das von seinem Wohnort Airlenbach, einem Stadtteil von Oberzent, tun würde, wo er ein altes Gehöft renoviert hat, ist für ihn kein Hinderungsgrund. „Das ist doch ein Katzensprung“, schätzt er die 23 Kilometer ein. Und ohnehin zeige das Beispiel von Mörlenbachs Alt-Bürgermeister Lothar Knopf, der auch zur Amtszeit in Wald-Michelbach wohnte, dass die Entfernung kein Kriterium für das Engagement eines Bürgermeisters für seine Gemeinde ist.

Last nicht auf Bürger verteilen

Die Themen, die Kadesch sich auf seine Fahnen geschrieben hat, unterscheiden sich nicht grundlegend von denen seiner beiden Mitbewerber. Sie liegen ohnehin auf der Hand. Der zukünftige Bürgermeister muss vor allem die Finanzen im Blick behalten. Dafür sieht sich Kadesch als Diplom-Verwaltungswirt gut gerüstet. Er sagt: „Wir dürfen die Last gerade in der aktuellen Situation nicht auf die Bürger und das Gewerbe verteilen.“ Stattdessen sei zu prüfen, welche Ausgaben man schieben könne und an welchen Stellschrauben kurzfristig gedreht werden könne. „Vor allem müssen wir genau hinschauen, warum Mörlenbach im Weschnitztal aus der Reihe tanzt.“

Schutzmann vor Ort

Sein ureigenes Thema ist aber die Sicherheit – das passt für den Polizeibeamten wie die Faust aufs Auge. Er weiß zwar: Kriminalstatistisch gesehen kann man sich glücklich schätzen, in Mörlenbach zu leben. „Aber es geht mir auch um die gefühlte Sicherheit.“ So strebt er nach seiner Wahl die Aufnahme der Gemeinde in das Kompass-Programm des Hessischen Innenministeriums an. Ziel des Programms ist es, die Sicherheitsarchitektur in den Kommunen individuell weiterzuentwickeln und passgenaue Lösungen für Probleme vor Ort zu entwickeln. Und er möchte einen Schutzmann vor Ort ansiedeln, der zusammen mit der Ordnungspolizei als verlängerter Arm der Polizei wirkt. Eine Polizeistation für Mörlenbach hält er dagegen für unrealistisch.

Um Familien in Mörlenbach eine Perspektive zu geben, setzt Kadesch in Sachen Wohnraumschaffung auf eine Kombination, in der Baulücken geschlossen, aber auch Neubaugebiete ausgewiesen werden. Mit Augenmaß agieren will er bei der Ausweisung von Gewerbegebieten – ein heißes Eisen in Mörlenbach, nicht erst seit die Bürger dem interkommunalen Gewerbegebiet 2019 eine Absage erteilten. Als Bürgermeister will er den Spagat schaffen zwischen dem Bedarf des Gewerbes und dem Naturschutz. Wie der aussehen könnt, soll im Dialog erarbeitet werden. Kadesch: „Da muss man alle Beteiligten an einen Tisch holen. Ich setzte auf offene Diskussionen. Nur so entsteht Glaubwürdigkeit.“

Info

Erik Kadesch geht als parteiunabhängiger Kandidat bei der Mörlenbacher Bürgermeisterwahl am 14. März ins Rennen.

Seine Kandidatur wird unterstützt von den Ortsparteien CDU und SPD.

Der 55-Jährige wohnt mit seiner Lebenspartnerin im Oberzenter Stadtteil Airlenbach. Das Paar hat vier Kinder im Alter von 18 bis 24 Jahren.

Der Leiter der Kriminalinspektion der Polizei Südhessen trägt aktuelle Personalverantwortung für rund 200 Mitarbeiter.

Erik Kadesch ist Diplom-Verwaltungswirt.

Iris Kleefoot, OZ, 22.02.2021

 
aktualisiert von Bernhard Horstmann, 23.02.2021, 20:49 Uhr


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